home
denkmal
Gipshütte
Archäologie
Biotop / Geotop
Home arrow Archäologie
Archäologie PDF Drucken E-Mail
Der Standort der Alten Ziegelei Westeregeln hat eine große wissenschaftliche Bedeutung, wussten doch bereits die in früheren Jahrhunderten im Bauernhof Westeregeln lebenden Menschen von dem unter einer dünnen Bodendecke anstehenden Gipsfelsen.

 

 

Bereits die Geologen des 19. Jahrhunderts erkannten in diesem Gebiet den obersten Teil der wichtigsten geologischen Struktur des Landstrichs, den Staßfurt-Egeln-Oscherslebener Salzsattel. Diese geologische Struktur bedingt das relativ enge Nebeneinanderliegen von sehr unterschiedlichen Bodenschätzen wie Salz, Gips, Ton, Braunkohle, Kiese und Sande

Funde von Knochen und Stoßzähnen vom Mammut aus der Eiszeit weisen auf ein interessantes Gebiet hin. Aber auch erdgeschichtliche Überreste (z.B. vom Mammut) sowie Gipsbrüche aus dem 14.Jahrhundert und ein Gipsofen erstaunen Wissenschaftler immer wieder. Für Archäologen ist das Gelände rund um die Ziegelei eine Fundgrube. In den dortigen Gipsbrüchen wurde schon mancher stummer Zeitzeuge der Vergangenheit gefunden. Bewundernswert ist auch die Pflanzenwelt, die sich auf dem Gipsboden entwickelt hat.

 

 

Aber nicht nur geologisch wertvolle Funde erstaunen die Wissenschaftler. Der Archäologe Prof. Dr. Alfred Nehring hat in seiner Arbeit „Die quaternären Faunen von Thiede und Westeregeln nebst Spuren der vorgeschichtlichen Menschen“ 1875 erstmals den Nachweis der Koexistenz des Menschen mit den Großsäugetieren des Eiszeitalters für ganz Norddeutschland erbracht. Damit ist Westeregeln als ältester Fundplatz des paläolithischen Menschen im Elbgebiet anzusehen.

 

 

Wertvolle einzigartige paläontologische Funde sind im benachbarten Museum Egeln ausgestellt und in der wissenschaftlichen vorgeschichtlichen Forschung noch heute relevant. Im Herbst 2000 wurde mit dem Fund eines altpaläolithischen Faustkeils der Standort Westeregeln erneut in den Mittelpunkt archäologischen Interesses gerückt.
 
< zurück   weiter >
Neuigkeiten
Februar/März 2010

Weitere Sanierung des Daches und des Innenraums der Großen Trocknung, initiiert durch eine Spende des Bielefelder Unternehmers Dr. Jürgen Stockmeier, die sich nunmehr insgesamt auf 50.000,- Euro beläuft.

Rückbau und Stabilisierung des sanierungsbedürftigen Ziegeleischornsteins.

Errichtung einer Photovoltaikanlage auf den Dächern der Alten Ziegelei Westeregeln.



Termine 2010 (Auswahl)

11.08.2010 Fest der Volkssolidarität
28.08.2010 Tag der Egelner Mulde
August/September 2010: Kunst in der Ziegelei – der Kopist Willi Richter, Malaktionen für Schülerinnen und Schüler, Tage der offenen Tür
Tag des Geotops
Tag des Offenen Denkmals
Zieglertreffen
3.10.2010 Einweihung des Friedrich-Hoffmann-Denkmals in Gröningen
u.a.m.



Dipl.-Geol. Karl Wächter, verdientes Mitglied im Verein der Freunde und Förderer der Ziegelei und Gipshütten Westeregeln e.V., wurde am 5. Dezember 2009 anlässlich des Tages des Ehrenamtes in Sachsen-Anhalt in der Reihe "Politik sagt Danke!" im Palais am Fürstenwall in Magdeburg wegen seiner vielfachen Verdienste um die geologische Erforschung des Ziegeleiareals geehrt.